Manchmal haben alte Dinge einen besonderen Reiz: Sie werden wieder interessant, weil die Mode sich wiederholt. Oder sind von einem Design, dass als „zeitlos schön“ gilt. Oder sie sind so alt, dass sie einfach „klassisch“ geworden sind.

Sometimes old things have their own special appeal: They are interesting again because the fashion style repeats. Or they are made in a way which is called „time-less design“. Or they are simply that old they just became „classics“. Der Schrank, den mein (inzwischen verstorbener) Großvater in der Abstellkammer hatte, hatte dort das letzt genannte Stadium erreicht. Zumindest in unseren Augen, so dass wir bei der Wohnungsauflösung diesen Schrank retteten. Da unser eigener Umzug in absehbarer Zeit bevor stand, wurde der Schrank zerlegt und im Keller eingelagert. Beim Umzug landete er dann auch brav in der neuen Wohnung. Er stand in einer Ecke im Flur, wo er später stehen sollte. Und blieb stehen. Ein halbes Jahr.

Eigentlich wäre der Aufbau aufgrund der damals geleisteten Qualitätsarbeit einfach (da kann sich IKEA noch eine Scheibe abschneiden, alles ohne Schrauben oder Nägel!). Allerdings hatte mein Großvater wohl irgendwann in den letzten 80 Jahren (so alt scheint der Schrank zu sein) zwei Stellen mit Nägeln repariert bzw. stabilisiert. Das hatte mein Vater beim Abbau nicht gewusst. Bei der Demontage lies sich die Bodenplatte daher nicht wie erwartet lösen, sondern brach durch.

Nun, das „Ossi-Gen“ sorgt dafür, dass es kein Problem, sondern allenfalls eine Herausforderung für uns darstellt. Die Frage war nicht, ob oder wie das zu reparieren ist, sondern nur, WANN. Und gestern war es soweit: den Freiraum der Elternzeit nutzend war ich vormittags gleich zu Hornbach, dem Baumarkt meines Vertrauens, gefahren. Ab mittag stand mein Vater mir tatkräftig zur Seite (er hatte ihn abgebaut – er sollte ihn wieder aufbauen!). Um es kurz zu machen: Trotz leichtem Handicap (wir könnten nicht hämmern oder Krach machen, weil Nadja Mittagsschlaf hielt) stand der Schrank nach einiger Zeit – und ist nun das neue Highlight in unserem Flur!

The wardrobe my late grandpa had in his storage closet reached there this latest named status. At least in our point of view so when we had to clear the flat we decided to keep that cabinet for us. As our own move in the new flat was soon to come the wardrobe was demounted and stored in our cellar. When we moved it was transported to the new flat and the pieces were put in the corner of our corridor where it should stand later. And was left there. For half a year.

Why? Well, basically the mounting should have been very easy based on the good old quality style design (no nails or screws needed – something IKEA could learn from!). Only that my grandpa had „repaired“ or „stabilized“ the cabinet sometime in the last 80 years with some nails. Which my father did not know. So when he tried to disassemble it he accidentally broke the baseplate because he could not remove it as expected.

Being East-German we have a specail „repair and construction gene“. So it was not a question of „IF“ or „HOW“ to repair, only „WHEN“. Finally, yesterday was the day. Using the little more time I have during my 4 week „maturity leave“ I headed to my favourite DIY-store HORNBACH early in the morning. I started at lunch time with big support of my dad (he disassembled it – he assemble it!). Although we had to work under hard conditions (we could not use a hammer or make any other loud noise as Nadja had her after-lunch nap) we finished it after soon. Now Grandpa’s wardrobe is the new „star“ or highlight of our corridor.

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