Neben unserem Häuschen befindet sich ein älterer, massiv gebauter und intensiv genutzter Schuppen. Zweigeteilt, brüderlich sozusagen, und daher von meinem Bruder und mir belegt. Leider ist das Dach schon recht alt, und die Dachpappe löchrig. Über die Jahre immer wieder geflickt, hatten die letzten Frühjahrsregen doch wieder den Weg in den Schuppen gefunden. Um eine behelfsmässige Eimer-Auffang-Konstruktion abzulösen, sollte der Schuppen nun auch ein Bitumenwellpappdach bekommen – wie unser Häuschen. Sollte eigentlich recht einfach und schnell gehen. EIGENTLICH. Schliesslich ist das Dach nur ca. 4 x 6 m groß und sehr flach. Und wir haben ja die Erfahrung vom Hausdach. Also zum Baumarkt des Vertrauens (HORNBACH – es gibt immer was zu tun :-) ), Dachlatten (3m und 4m lang) und Dachpappen (ca. 1m x 2m) wollten wir uns liefern lassen. Im ersten Baumarkt, der näher an Berlin dran ist, riet man uns, es doch selbst mit dem Miet-Transporter zu fahren: Ist doch billiger! Naja, das wollte ich nicht unbedingt. Aber man empfahl uns, doch zum zweiten Baumarkt zu fahren, der näher am Garten dran ist (und den wir eh meist nutzen). Da wäre die Lieferung noch preiswerter. Gute Idee. Hingefahren, gleiche Aussage: Lieferung ist kein Problem, aber… Fahren Sie doch selbst! Okay okay: 17,50 EUR spare ich natürlich gern und mach mir deswegen den Stress… also, Transporter reserviert, und extra nachgefragt, ob wir das Material auch vorbestellen sollten: “Neee, keen Thema, det haben wir imma da!”. Natürlich waren die Dachpappen  “beinahe” nicht da, nur 9 statt der benötigten 13 lagen im Fach. Letztlich, nach zugegebenermaßen leicht gereiztem Nachfragen hat sich ein netter Mitarbeiter auf die Suche gemacht und doch noch Nachschub in den Hochlagerregalen gefunden. Und auch die Fahrt (kurz über die Autobahn) und das Abladen lief wunderbar, innerhalb einer Stunde (und damit zum Minimalpreis) waren wir wieder am Baumarkt, und das Material harrt im Garten unseres Urlaubs und damit seiner Verbauung.

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