05. Oct 2007, kurz vorm FeierabendWhat a week…
Eigentlich sollte es eine sehr entspannte Woche werden: zweimal zwei Tage, getrennt durch den 3. Oktober als Nationalfeiertag, um den Schreibtisch aufzuräumen und sich auf den lang ersehnten Urlaub zu freuen. Dieser soll uns ab morgen nach Slowenien führen.
Und was passierte? Erst gibt es Stress wegen der Wohnung (mehr dazu an anderer Stelle…) und dann: ein neues, SEHR GROSSES Projekt “platzte” dazwischen, so dass ich ganz spontan am Dienstag nachmittag erfahren hab, dass ich am Donnerstag und Freitag nach Warschau muss. Ziel: Einen Businessplan aus dem Nichts hervorzuzaubern, ohne ein detailliertes Konzept zu kennen. Nichts leichter als das :-) Also, ran an die Arbeit. Nun, nach zwei sehr intensiven Tagen steht der erste Entwurf, und ich bin zufrieden. Und warte auf den Rückflug. Irgendwas ist hier nicht in Ordnung, hier sind am Gate alle furchtbar aufgeregt. Aber ich bin zu müde, um mich genauer zu informieren. Ich hoffe, meine Interpretation (der vorherige Flug war so verspätet, dass die Maschine nun von einem anderen Gate abfliegt) ist richtig. Das Hotel in Warschau war übrigens sehr genial, dafür gibt es wieder Taxi-Geschichten zu erzählen. Aber davon ein andermal mehr, wenn ich mehr Zeit hab… es gilt, einen Flieger in den Urlaub (mit Zwischenstop zu Haus und Kofferwechsel :-) ) zu erwischen… BOARDING! ;-)
Am letzten Wochenende waren wir zur Hochzeit eingeladen. Nach der Bauernhochzeit unserer Freunde Antje und Mario im Brandenburgischen war es diesmal eine Spanische Hochzeit, in der Nähe von Barcelona. 36 km weiter nord-westlich, an der Küste entlang, in Caldes D’Estrac, wurde gefeiert. Christianes Schulfreundin Silvia hatte eingeladen, gebürtige Spanierin, die mit Ihren Eltern lange Zeit in Deutschland gelebt hatte, aber inzwischen Ärztin auf Mallorca ist. Entsprechend bunt gemischt die Hochzeitsgesellschaft. Meine Befürchtungen – schliesslich kannte ich bis auf Silvia niemanden, selbst sie auch nur von einem kurzen Treffen, und mein Spanisch beschränkt sich auf 5 Worte – waren völlig unbegründet. Sowohl Barcelona als auch die Hochzeit selbst waren wunderschön, spannend, aufregend. Anbei ein paar kleine Fotoimpressionen vom Strand und vom Abend der Hochzeit. Barcelona, wir kommen wieder!
In den letzten Tagen war ich wieder ein wenig dienstlich unterwegs, erst in der Schweiz (Zürich), dann in der Tschechischen Republik (Prag). Ich hatte mich ja schon mal über den Kaffee am Morgen in den Hotels ausgelassen, und möchte das Thema noch einmal aufgreifen. Read the rest of this entry »
Ich habe beschlossen, die Reiseberichte mit dem (möglichst) originalen Datum, an dem ich sie ursprünglich verfasst habe, hier einzustellen. Das heisst, sie werden nicht auf der Hauptseite ganz oben erscheinen, sondern sind dann vor allem über die Kategorieauswahl an der rechten Navigation (drop-down) unter “Reisen und fremde Länder” zu finden. So passt es aus meiner Sicht eher in die Logik eines zeitlich sortierenden Blogs… ;-)
Manchmal mag man es kaum glauben, aber ich habe studiert. Wirklich! Noch besser: ich habe sogar erstmal etwas “Vernünftiges” gelernt. Nach dem Abitur und der Bundeswehr lies ich mich 2 Jahre von der Dresdner Bank in Berlin zum Bankkaufmann ausbilden. “Was Solides!”, wie man (und ich) damals dachte. Anschliessend hab ich BWL (Bank) an der FHTW Berlin studiert. Das war ein berufsintegrierter Studiengang, der den Abschluss als Bankkaufmann sowie ein Teilzeitarbeitsvertrag mit einem Kreditinstitut voraus setzte.
Im Rahmen dieses Studiums habe ich zwei Praktika absolviert (hey, vor 7 Jahren gab es noch nicht die “Generation Praktikum”, das war damals bei weitem noch nicht so üblich oder gar notwendig wie heute!). Das erste in Frankfurt bei der Fondsgesellschaft dit, das zweite dann 2000 bei Dresdner Kleinwort Benson an der Wallstreet – dem Mekka für alle Investmentbanker!
Während meiner Zeit dort habe ich Reiseberichte an Freunde, Kollegen und Familie per Email verschickt, die ich später nach meiner Rückkehr auch auf einer extra eingerichteten Homepage veröffentlichte. Letztens habe ich sie mal wieder gelesen, und da ich sie immer noch recht interessant finde, werde ich jetzt sie nach und nach auch hier veröffentlichen… und zwar im Original, also bitte nicht über die Schriftart wundern :-)
Am Wochenende haben wir Junggesellenabschied für einen sehr guten Freund gefeiert. Dazu an anderer Stelle mehr. Hier möchte ich nur sagen, dass wir in Leipzig waren und für die Übernachtung das zugegeben sehr günstige Angebot von Novotel Leipzig City genutzt haben. Aber mein Eindruck des Novotels in Zürich wurde hier erneut bestätigt! Auch hier war auf der Rückseite gleich das IBIS mit dran, auch hier wirkte die Einrichtung der Zimmer und des ganzen Hotels, als ob sie von einem Möbeldiscounter kommt. Im Zimmer gibt es keinen Schrank, nur eine Art “offene Garderobe”. Im Bad eine Plastik-Acryl-Wannen-Dusch-Konstruktion, die mich an etap-Hotels erinnert… alles wirkt einfach nur billig. Wo da 4 Sterne her kommen, fragt man sich – wenn man nicht weiß, wie bzw. wonach die Sterne vergeben werden :-).
Kurz gesagt: wer nur billig und zentral (ja, die Lage IST sehr gut!) schlafen will, und keinen Luxus oder Wohlfühlfaktor erwartet, kann dort sicher buchen. Aber ich glaube, da kann man auch das IBIS auf der Rückseite nehmen, das ist wahrscheinlich günstiger und nicht schlechter (nur die Zimmer etwas kleiner…).
Der fehlende Nachtrag zum hotel absolut in Prag. Machen wir es kurz: beim letzten Punkt gab es leider dann doch noch Abzüge für das an sich sehr gute Hotel. Es gab zwar einen Latte, aber einerseits kostete der extra (wenn auch nur ca. 1,50 EUR), andererseits schmeckte er etwas… nun… “tschechisch”. Ich will nicht politisch unkorrekt erscheinen, aber ich habe das Gefühl, dass die Tschechen ihren Kaffee anders rösten. Irgendwie hat der Kaffee dort immer einen ganz besonderen Nachgeschmack. Und der ist nicht mein Favorit :-) Da hilft nur, die “Szene”-Cafes zu suchen, wo es Illy oder so gibt ;-) Naja, oder, sich daran zu gewöhnen… WO IST DER NÄCHSTE ILLY-LADEN?
Und als positives Gegenbeispiel: Das “hotel absolut” in Prag. Ein kleines, feines, modernes Hotel mit gutem Service (WLAN & LAN auf den Zimmern kostenfrei!), sehr gutem Restaurant, netter Einrichtung. Ich bin gespannt, wie morgen das Frühstück – und vor allem der Kaffee(!) ist. Und, ob ich hier auch einen Latte zum Frühstück bekomme ;-)
Ich war bisher zweimal im Hotel Alta, das mir auch sehr gut gefallen hat (ebenfalls freies WLAN…), aber nach einer sehr schön gemachten Renovierung ist es inzwischen… sehr teuer. Zumindest nach meiner Meinung, zumindest für Prag, zumindest bei meinem präferierten Online-Buchungsdienst. Und der Service war nicht so toll, vor allem, wenn man mir beim Frühstück – nicht einmal gegen Aufpreis, den ich durch aus bezahlt hätte! – einen Latte Macciato aus der schicken Espressomaschine bringen kann…
Beide Hotels liegen nicht weit voneinander weg, etwas außerhalb des Zentrums. Das absolut liegt aber günstig an Tram und U-Bahn, insofern sicher auch für Prag-Touristen ohne Auto durch aus interessant. Mit dem Taxi vom Flughafen für ca. 550 CZK (weniger als 20 EUR), wenn man AAA-Taxi nimmt.
Das ist übrigens auch ein Learning in Prag (wie auch für Budapest oder Warschau oder Moskau): es gibt viele Taxifirmen, und viele betrügen gern mal den Touristen mit “Turboraten”. Da dreht sich die Uhr plötzlich schneller, oder zum Schluss wird kurz vorm Bezahlen noch ein “Touri-Knopf” gedrückt und es erscheint ein Zuschlag, oder es wird einfach der teuerste Sonntag-Nacht-Tarif abgerechnet. Da gilt es, die “richtige” Taxifirma zu kennen.
Meine Empfehlungen lauten:
- Prag: AAA-Taxi
- Budapest: vom und zum Flughafen Zona-Taxi zum Fixpreis, sonst Buda-Taxi
- Warschau: *grübel* auch da gibt es am Flughafen eine “offiziell” lizensierte Taxifirma. Bloss nicht – wie es mir letztens passiert ist – von einem Typen (mit offiziell wirkenden Badge am Hals…) weg lotsen lassen…
- Moskau: *grübel* auch hier muss ich nachfragen. Die orangefarbenden Taxis. Die besch***en zwar auch manchmal, aber wenigstens nicht so heftig :-)
Wie in dem vorherigen Beitrag erwähnt: Ich habe schon einige “Business-Hotels” gesehen, die sich mit 4 Sternen schmückten, horrende Preise verlangten und einfach NUR SCHLECHT sind. Dazu zählt für mich z.B. das Novotel in Zürich am Technopark, in dem Accor die – sorry – Frechheit besitzt, drei Hotels in ein Haus zu quetschen. Der Haupteingang ist das 4*-Novotel, daneben seitlich “reingequetscht” ist noch der Eingang zum 3*-IBIS-Hotel der gleichen Kette, und zum 2*-Etap geht es dann von der Seitenstraße hinein. Leider ist die Qualität des gesamten Komplexes wohl eher am Etap ausgerichtet. Nix gegen Etap, da schlaf ich auch ab und zu, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind und wir einen Zwischenstop machen. Aber dann zahl ich auch nur für die 2*. Sauer werde ich allerdings, wenn man mir (okay, ehrlich gesagt, meinem Arbeitgeber) 4*-Preise auf Züricher Niveau in Rechnung stellt, ich aber ein Zimmer habe, das – obwohl neu – eine Ausstattungsqualität wie aus einem Billig-Möbelmarkt alà Möbel-Roller hat! Von Pressspan-Platten abplatzendes Furnier an der “Garderobe” war noch das harmloseste. Das Bett war grauenhaft, knarrte bei jeder Bewegung und erinnerte mich an Feldbetten. Das Bettzeug selbst schwer wie sonst etwas, nix mit “leichter Daunenqualität”, und als Bezug hatten die irgendwie grobes Sackleinen gewählt… Sehr schön auch die Couch, die unmotiviert da stand, blockierte den Raum genauso unpraktisch wie sie selbst unbequem war. Und richtig toll finde ich es ja, wenn in einem “Businesshotel” der Internetzugang extra kostet. Und zwar richtig teuer, ca. 15 EUR pro 24 Stunden. Soviel zahl ich inzwischen für einen halben Monat FLATRATE!!!
…oder zumindestens Europas. Naja, oder wenigstens einiger Orte in Europa oder der Welt, an denen ich war. ;-)
Ich habe beschlossen, hier mal in loser Folge einige Fotos von Hotels und Pensionen einzustellen, bei denen ich zu Gast war. Mit Empfehlungen und “Nicht-Empfehlungen”. Die Idee kam mir eben, als ich im Hotelrestaurant hier in Prag gerade mit einem netten älteren amerikanischen Ehepaar auf Europatrip über Hotels in Budapest, Prag, Wien und Co. philosophierte… was bin ich für ein “Globetrotter” *lach*.
Ich werde sicher auch noch ab und zu einige Nachträge machen von Hotels, in denen ich schon war. Viel könnt Ihr unter “Plazes.com” einsehen, der Webseite, von der auch das witzige Tracking-Tool stammt, dass Ihr auf der “About Martin”-Seite findet. Hier entsteht auf Basis der Internetanschlüsse, die ich genutzt habe, eine Karte der Plätze, an denen ich (online) war. Dort sind auch einige Hotels schon von mir aufgeführt und bewertet worden. Denn die große Frage ist doch immer: Wo schlafe ich, wenn ich unterwegs bin? Gerade, wenn man nicht den (Luxus-)Urlaub sondern eher den spontanen (geschäftlichen) Städte-Trip macht. Und wer das schon ein paar Mal machen durfte/musste, kennt das sicherlich: 4 Sterne allein sind nix wert, sagen höchstens etwas über den Zimmerpreis, aber nicht die Zimmerqualität aus. Aber mehr dazu in anderen Beiträgen…