Heute wird ein Chaostag. Das war jedenfalls die Prognose. Streik im öffentlichen Dienst, unter anderem auch bei der BVG (Berliner Nahverkehr). Das bedeutet viele Autos und volle Straßen. Dazu war Schnee angesagt, also Chaos auf den Straßen. Außerdem sollte noch auf den Flughäfen gestreikt werden. Perfekte Bedingungen, um heute morgen nach Zürich zu fliegen.

Aber… alles halb so wild. Am Flughafen sollte, wenn, dann vor allem das Personal vom Check-In und der Gepäckabfertigung streiken. Da ich eh lieber online oder am Automaten einchecke und nur mit Handgepäch fliege, wäre mir das egal gewesen. Außerdem war es gestern nachmittag unmöglich, eine der Taxizentralen telefonisch oder online für eine Vorbestellung zu erreichen – und in Berlin kommt man selbst ohne BVG-Streik mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr schlecht zum Flughafen Tegel. Aber “Businesskasper” zu sein, hat auch Vorteile: man hat die Mobilfunknummer des Taxifahrers seines Vertrauens :-) Der war zwar selbst schon ausgebucht, aber sein Kollege übernahm die morgendliche Fahrt.

Also, heute morgen, 1,5 Stunden vor Boarding statt wie üblich 1 Stunde früher, stand mein Taxi vor der Tür. Der “rasende Mario” nenne ich ihn. Er ist immer schnell. Deutlich schneller als die Kollegen. Könnte auch locker in Moskau oder Paris arbeiten, mit diesem Fahrstil ;-) Heute hat er sich selbst übertroffen: trotz durch BVG-Streik gefüllten Straßen und winterlichem Schneetreiben in nur 44 Minuten von Karlshorst nach Tegel! Bitte fragt nicht, wie. Ich hatte mich in weiser Voraussicht gleich auf die Rückbank gesetzt und lieber mit dem BlackBerry gespielt, als auf die Straße zu schauen…

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