Heute bekam ich eine Email von einer sehr netten Kollegin. Sie hatte am letzten Arbeitstag vor den Weihnachtsfeiertagen ein schönes Fest und einen guten Rutsch gewünscht, verbunden mit einem Dankeschön für die Hilfe und Unterstützung in diesem Jahr. Eigentlich doch einfach sehr lieb und nett, oder?

Wenn… ja wenn da nicht die Sache mit dem “Cc” wäre… Wahrscheinlich bin ich mal wieder zu pingelig, zu genau. Aber für mich war das eine dieser Emails, wo ich das Gefühl habe, dass viele Leute dieses Kommunikationsmittel unüberlegt nutzen. Einerseits ging diese Email nicht an mich persönlich, sondern an eine ganze Reihe von Leuten, einen Abteilungsverteiler und weitere Kollegen, so ca. 20 Leute. Emails sind wunderbar, um schnell viele Leute zu erreichen, aber Glückwünsche sind eigentlich eher etwas persönliches. Entweder, ich nehme mir die Zeit und schreibe den Leuten, die es mir wert sind, einzeln. Oder ich kopiere es zumindest in verschiedene Emails mit je einem Empfänger hinein. Aber so eine Sammel-Frohe-Weihnacht-Email find ich irgendwie “seelenlos”, “Massenabfertigung”. ;-)

Wenn ich mich trotzdem für eine Sammelemail entscheide, dann sollten doch alle in “An” stehen, und nicht ein Teil in “An” und der Rest (so wie ich… schnief) in “Cc”. Viele scheinen sich nie mit der Bedeutung oder dem Hintergrund der Abkürzung “Cc” auseinander gesetzt haben: “Cc” kommt von “Carbon Copy”, also dem guten alten Kohlepapier-Durchschlag bei der Schreibmaschine. Das bedeutet, die Glückwünsche gingen gar nicht an mich, ich wurde nur “in Kopie darüber informiert”, dass die anderen, “wichtigen” (?) Leuten Wünsche übermittelt bekommen haben. :-)

Also, liebe Leser, vergesst Email-Weihnachtsgrüße, erst recht per Sammelmail… kauft ein paar gute alte Papierkarten, am besten von Unicef oder dem SOS-Kinderhilfswerk, und schreibt per Hand! Back to the roots! Die Post freut sich, obwohl… dank der PIN-Pleite sollte es der Post ja eh rosig gehen…

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